World of Voice and Singing

Center Gravity / Fluid Power / Vocal Freedom


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Atmung beim Singen – ein kontroverses Thema

Atem und Körperwahrnehmung gehören bei der Stimmbildung unweigerlich zusammen.

Doch wie kommt es, dass es so viele unterschiedliche Ansichten über den Umgang mit Atmung beim Singen und Sprechen gibt? Und wie kann man wissen, welche Atemtechnik richtig ist?

Die Anweisungen und Übungsanleitungen die Stimmbildner, Gesanglehrer, Vocalcoaches, Yoga-Lehrer und Körpertherapeuten bereitstellen, können sich stark unterscheiden oder sogar einander widersprechen. Auch innerhalb der Gesangsmethoden oder Sprecherziehung. Anweisungen im Gesangsunterricht können lauten: Unterbauch einziehen; mit entspannter oder angespannter Bauchdecke singen; so tief wie möglich atmen; mit tiefstehenden Zwerchfell singen; sich an den Atem anlehnen; unter Einsatz von Zwerchfell-Flankenatmung u.s.w.

Jede Anweisung prägt deine Atemgewohnheiten nachhaltig, wenn du sie häufig übst. Daher ist es wichtig, wie du mit dem Thema Sängeratmung umgehst. Mit der für dich richtigen Stimmbildung kannst du lernen reflektorisch zu atmen, das Zwerchfell vollständig zu entspannen und die Atemhilfsmuskulatur wirkungsvoll einzusetzen.

Am Ende zählt ob sich Singen sich frei anfühlt und die Stimme frei klingt!

Das Video zu dem Thema findest du HIER

Atmung & Stimme Gesang

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Das neue AOBStudio Sommer Programm

Header Summercourse

GEMEINSAM SINGEN UND DIE KUNST DER PERFORMANCE LERNEN

Das AOBStudio Berlin meldet sich zurück und ab sofort nehmen wir für das neue Sommer Programm Anmeldungen entgegen!

Maria bietet je einen Gesangs- und Stimmbildungskurs an und mit im Programm haben wir Schauspielkurse und Schauspiel vor der Kamera.

Ausgehend von der Körper- und Atemarbeit sowie den Grundlagen der funktionalen Stimmbildung, wird im Stimmbildungskurs an der natürlichen Selbstregulation von Sprech- und Singstimme gearbeitet. Der Gesangskurs zielt darauf ab, die erlernten gesangstechnischen Grundlagen im musikalischen Material umzusetzen und einen eigenen, natürlichen stimmlichen Ausdruck zu finden. Es werden Songs für Solo- oder Gruppenperformance erarbeitet. Keine Musiktheorie oder Notenkenntnisse erforderlich.

Beide Kurse finden auf Deutsch und Englisch statt.

Im Schauspielkurs wird mit den wesentlichen Grundlagen der Schauspieltechniken klassischer Methoden gearbeitet. Die Arbeit findet auf der Bühne und vor der Kamera statt. Kurssprache ist Englisch.

The new AOB Studio Summer Program is now open for Registration! Singing Classes, Vocal Coaching, Acting Classes and Camera Acting.

Wir freuen uns auf euch!

Maria vom AOBStudio-Team

www.aobstudio.de

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Gemeinsam Singen

Ensembles und Chöre

Gemeinsam singen verfielfacht die künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten ebenso wie die Begeisterung an der Musik. Es ist ein besonderes Erlebnis, wenn die eigene Stimme mit vielen anderen zusammenkommt und zu einer neuen, grossen Stimme verschmilzt.

Einer der Chöre für die ich als Stimmbildnerin tätig bin gab im Dezember ein tolles Konzert im Cafe Charlotte. Hier ein Mitschnitt der Interpretation von Katy Perrys „Fireworks,“ das vielleicht noch nie so aufrichtig gesungen wurde.

https://www.youtube.com/watch?v=x3H1b6KV4tY

Enjoy,

Maria Goeres

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AOBStudio NEU in Berlin

The Art of Being

Stimmbildung in Berlin hat heute einen besonderen Tip für Schauspieler und professionelle Sänger:

AOBStudio | Acting – the art of being

Im ersten Quartal 2013 werden neue Kurse in Berlin angeboten – für Schauspieler oder solche die es werden möchten und professionelle Sänger die grundlegendes Handwerk zur authentischen Präsentation ihrer Songs erlernen wollen.

Maria Goeres

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1.2/ Klangfarben, Charakteristiken, Timbre (Teil 5)

 

Stimme hören, fühlen und SEHEN

Während meines Studiums vor einigen Jahren wurde ich in der Universität der Künste Berlin Zeugin einer Versuchsreihe zu einem Programm, dass Gesangsslehrern ermöglichen soll, die Gesangsststimme ihrer Schüler im Unterricht zu visualisieren und möglichst objektiv zu beurteilen. Einige Jahre später war das Programm „Voce Vista“ auf dem Markt und mittlerweile gibt es noch weitere Software dieser Art. Inzwischen wird es von manchen Lehrern bereits im Unterricht verwendet.

Ich bin der Sache mit einiger Skepsis begegnet, da ein solches visuelles Feedback die Gefahr birgt sich auf ein technisches Instrument zu verlassen, anstatt die eigene Hörfähigkeit sowie Körper- und Klangempfindung auszubilden und zu differenzieren. Und es verleitet zu direkten Vergleichen und kann damit die individuelle Stimmentwicklung unterlaufen. Dennoch lässt sich nicht ignorieren, dass eine technische Stimmanalyse interessante und auch lohnende Erkenntnisse liefern kann, wenn man sie behutsam einsetzt,  z.B. – gekoppelt mit der differenzierten auditiven Beurteilung – zu Beginn der Gesangsausbildung durchführt und nach einiger Zeit des Lernens wiederholt. Es ist für den Schüler durchaus interessant die Entwicklung seiner Stimme nicht nur fühlen und hören sondern auch sehen zu können.

Die singende Stimme wird mittels Mikrophon aufgenommen. Das Schallsignal wird dann in einer Spektralanalyse, Sonagramm dargestellt. Erkennen kann man in einem solchen Sonagramm zum Beispiel die (Sänger)formanten, den Grundton, Obertöne, dominierende Obertonbereiche und die Teiltöne im Frequenzspektrum der jeweiligen Stimme. Ebenso kann man Geräusche erkennen und Besonderheiten wie Stimmeinsatz oder Vibrato. Man kann auch die Wirkung des Ansatzrohres auf den Stimmklang untersuchen – nur die Klangfarbe entzieht sich der Analyse eines solchen Programmes bisher weitehend.

Klangfarben visualisieren

Allerdings auch auf diesem Gebiet gibt es bereits grosse wissenschaftliche Fortschritte. So soll es bald eine Software geben, die Klangfarben unterscheiden kann:

http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-3959-2005-12-08.html

Und für eine detalliertere Obertonanalyse gibt es auch:

http://www.sygyt.com/de/overtone-analyzer

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TV Sendung zum Thema Stimme online

Mehr als 1000 Worte

Diese spannende RBB Sendung befasst sich mit der Einzigartikeit der menschlichen Stimme, ihrer Ausdrucksvielfalt und der Stimme als phonetischen Fingerabdruck. Unter den vielen Experten kommt auch Annette Goeres zu Wort und zeigt Situationen aus dem Unterricht als Stimmbildnerin.

Die Sendung kann über diesen link legal online angeschaut werden:

http://www.rbb-online.de/doku/titel_mit_m__n/mehr_als_1000_worte.html

Anschauen lohnt sich!

Maria Goeres

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1.2/ Akustischer Fingerabdruck der Stimme (Teil 4)

Was macht den Klang einer Stimme einzigartig?

Die Klangfarbe und das Timbre bestimmt die einzigartigen Merkmale einer menschlichen Stimme – unseren „akustischen Fingerabdruck.“Wie im ersten Artikel der Serie „Klangfarben, Charakteristiken, Timbre“ bereits erläutert, werden die Resonanzeigenschaften der Stimme durch die Schallabstrahlung in den Resonanzräumen geprägt. Je nachdem welche individuellen Eigenschaften die Ansatzräume (also alle Räume oberhalb der Stimmbänder) aufweisen und auf welche Weise sie geformt werden, bilden sie individuelle Klangcharakteristiken. Durch die Veränderung der beweglichen und weichen Bereiche unseres Ansatzraums können wir die Form und damit den Zustand der Schallabstrahlung des Stimmklangs direkt beeinflussen (z.B. über Rachenweite, Kieferöffnung, Zungenposition, Lippen, Mund, Gaumensegel, Kehldeckel, Kehlkopfposition). Dabei lassen gewisse Phänomene erkennen, welche spezifischen Formen des Ansatzraumes zu welchen Klangeigenschaften führen. Deutlich ist dies beispielsweise bei der Bildung von Vokalen – welche unter anderem mit bestimmten Zungenpositionen einhergehen. Oder auch der Winkel in dem der Kehldeckel sich aufrichtet oder abflacht hat einen Einfluss auf den Klang. Wenn der Zungenbeinmuskel nicht noch zusätzlich verspannt sondern frei ist, führt ein Kehldeckel in flacherem Winkel zu eher hellen und scharfen Klangeigenschaften. Bei gleichzeitiger Verspannung der Zungenbeinmuskel hingegen erscheint der Klang eher dumpf und kehlig. Dies sind aber nur wenige von unzähligen Beispielen.

Die Auswirkungen des Resonanzraumes auf den Stimmschall kann man heutzutage mittels Computerprogrammen sogar technisch messen. Ist sich ein Sänger der Zusammenhänge zwischen Resonanzräumen und Stimmschall bewusst und gelingt es ihm die Resonanzräume optimal einzustellen, kann er diese nutzen, um die Leistungsfähigkeit seiner Stimme zu erhöhen und/oder sie in eine ganz spezifische Stilrichtung auszubilden –  z.B. für „typische“ Stimmcharakteristiken wie sie im Musicalgesang oder im klassischen Gesang erkennbar sind. Eine entscheidende Rolle spielen dabei auch die Formanten (siehe erster Beitrag 1). Der Charakter eines jeden Klangs wird im Wesentlichen durch seine Formanten bestimmt.

Hier singen Elton John, Lou Reed, Pavarotti, Bono, Suzanne Vega, David Bowie, Brett Anderson, Tom Jones  und viele andere den Song „Perfect Day“

http://www.youtube.com/watch?v=DZbY5GviFhU

Eine Bewusstheit über diese Zusammenhänge können aber auch im Sinne einer stimmlichen Freiheit erlernt werden. Dies ist der Fall, wenn wir nicht von vornherein typische Klangstilistiken anstreben oder nachahmen, sondern – auch innerhalb eines bestimmten Genres- danach streben, die eigenen, natürlichen Klangeigenschaften zu finden. Es entsteht ein einzigartiger klanglicher Ausdruck, der sich mühelos unter tausenden widererkennen lässt.

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