World of Voice and Singing

Center Gravity / Fluid Power / Vocal Freedom

1.2/ Akustischer Fingerabdruck der Stimme (Teil 4)

Ein Kommentar

Was macht den Klang einer Stimme einzigartig?

Die Klangfarbe und das Timbre bestimmt die einzigartigen Merkmale einer menschlichen Stimme – unseren „akustischen Fingerabdruck.“Wie im ersten Artikel der Serie „Klangfarben, Charakteristiken, Timbre“ bereits erläutert, werden die Resonanzeigenschaften der Stimme durch die Schallabstrahlung in den Resonanzräumen geprägt. Je nachdem welche individuellen Eigenschaften die Ansatzräume (also alle Räume oberhalb der Stimmbänder) aufweisen und auf welche Weise sie geformt werden, bilden sie individuelle Klangcharakteristiken. Durch die Veränderung der beweglichen und weichen Bereiche unseres Ansatzraums können wir die Form und damit den Zustand der Schallabstrahlung des Stimmklangs direkt beeinflussen (z.B. über Rachenweite, Kieferöffnung, Zungenposition, Lippen, Mund, Gaumensegel, Kehldeckel, Kehlkopfposition). Dabei lassen gewisse Phänomene erkennen, welche spezifischen Formen des Ansatzraumes zu welchen Klangeigenschaften führen. Deutlich ist dies beispielsweise bei der Bildung von Vokalen – welche unter anderem mit bestimmten Zungenpositionen einhergehen. Oder auch der Winkel in dem der Kehldeckel sich aufrichtet oder abflacht hat einen Einfluss auf den Klang. Wenn der Zungenbeinmuskel nicht noch zusätzlich verspannt sondern frei ist, führt ein Kehldeckel in flacherem Winkel zu eher hellen und scharfen Klangeigenschaften. Bei gleichzeitiger Verspannung der Zungenbeinmuskel hingegen erscheint der Klang eher dumpf und kehlig. Dies sind aber nur wenige von unzähligen Beispielen.

Die Auswirkungen des Resonanzraumes auf den Stimmschall kann man heutzutage mittels Computerprogrammen sogar technisch messen. Ist sich ein Sänger der Zusammenhänge zwischen Resonanzräumen und Stimmschall bewusst und gelingt es ihm die Resonanzräume optimal einzustellen, kann er diese nutzen, um die Leistungsfähigkeit seiner Stimme zu erhöhen und/oder sie in eine ganz spezifische Stilrichtung auszubilden –  z.B. für „typische“ Stimmcharakteristiken wie sie im Musicalgesang oder im klassischen Gesang erkennbar sind. Eine entscheidende Rolle spielen dabei auch die Formanten (siehe erster Beitrag 1). Der Charakter eines jeden Klangs wird im Wesentlichen durch seine Formanten bestimmt.

Hier singen Elton John, Lou Reed, Pavarotti, Bono, Suzanne Vega, David Bowie, Brett Anderson, Tom Jones  und viele andere den Song „Perfect Day“

http://www.youtube.com/watch?v=DZbY5GviFhU

Eine Bewusstheit über diese Zusammenhänge können aber auch im Sinne einer stimmlichen Freiheit erlernt werden. Dies ist der Fall, wenn wir nicht von vornherein typische Klangstilistiken anstreben oder nachahmen, sondern – auch innerhalb eines bestimmten Genres- danach streben, die eigenen, natürlichen Klangeigenschaften zu finden. Es entsteht ein einzigartiger klanglicher Ausdruck, der sich mühelos unter tausenden widererkennen lässt.

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Foto: Nutzungsrechte und copyright Maria Goeres

Autor: Stimmbildung

Vocalcoaching, Stimmbildung, Gesangsunterricht. Center Gravity • Fluid Power • Vocal Freedom

One thought on “1.2/ Akustischer Fingerabdruck der Stimme (Teil 4)

  1. Guten Tag Herr Fromhund,
    Sie haben sich widerrechtlich den Inhalt meiner Webseite angeeignet.

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    Viele Grüße, Maria Goeres

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